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Beitrag veröffentlicht am 13.03.2020 | Verena Küpperbusch

5 Schritte, um einen Konflikt zu vermeiden

Ist Ihnen das auch schon passiert? Sie sprechen mit einem Geschäftspartner, der netten Kollegin aus der anderen Abteilung oder abends mit Freunden. Anfangs ist es ein lockeres Gespräch, aber nach und nach driften Ihre Standpunkte immer weiter auseinander. Eigentlich wollen Sie einen Konflikt vermeiden. Doch Ihr Geschäftspartner ist bereits verärgert, die Kollegin geht auf Abstand und das Gespräch unter Freunden wird immer lauter…

Sicher hat jeder von uns das schon einmal so oder so ähnlich erlebt. Manchmal entsteht aus einer Meinungsverschiedenheit sogar ein echter Konflikt. In einen Konflikt verwickelt zu sein, ist ein unangenehmes Gefühl; belastend und lähmend.

Aber – was kann man tun, um einen Konflikt zu vermeiden? Aus meiner Erfahrung helfen die folgenden Schritte, damit unnötige Konflikte gar nicht erst aufkommen. Probieren Sie es aus!

1. Schritt: Begegnen Sie Gesprächsbeteiligten wertschätzend, um einen Konflikt zu vermeiden.

In den meisten Fällen gibt es keinen Grund, von schlechten Absichten der anderen Gesprächsbeteiligten auszugehen. Diese Annahme würde das gegenseitige Verstehen nur unnötig erschweren. Bedenken Sie stattdessen, dass Ihr Gegenüber aufgrund der eigenen Lebenserfahrungen zu seinem bzw. ihrem persönlichen Standpunkt kommt. Ihre eigenen Lebenserfahrungen sind ganz andere. Und natürlich kommen Sie deshalb auch zu ganz anderen Schlüssen. Setzen Sie daher Ihre eigenen Erfahrungen nie mit denen anderer gleich.

2. Schritt: Hören Sie zu.

Wirklich zuhören bedeutet, sich ganz und gar auf dieses eine Gespräch einzulassen. Schenken Sie dazu Ihrem Gegenüber Ihre volle Aufmerksamkeit!

Dabei gilt es zu verstehen, was genau Ihr Gegenüber meint. Welche Absichten oder Wünsche verbindet er bzw. sie mit dem Gesagten? Hören Sie aufmerksam zu und gehen Sie den Dingen auf den Grund. Dabei hilft es, wenn Sie sich selbst – Ihre eignen Gedanken und Vorstellungen – zunächst komplett rausnehmen. Im ersten Schritt geht es nur darum, den Standpunkt des Gegenübers nachvollziehen zu können.

3. Schritt: Fragen Sie nach – mit respektvoller Neugier.

Wenn Aussagen der Gesprächsbeteiligten Sie erstaunen oder verärgern – fragen Sie nach. Es könnte sein, dass Sie eine Aussage ganz anders verstehen, als Ihr Gegenüber sie gemeint hat. Finden Sie es heraus!

Warum das so wichtig ist? Erst wenn Sie genau verstanden haben, was Ihr Gegenüber denkt und meint, können Sie geeignete Argumente finden. Und überzeugen können Sie nur mit Argumenten, die genau in die Lücke passen, die sie füllen sollen. Wie ein Puzzle-Teil, das nur an einen ganz bestimmten Platz passt.

Durch Fragen zeigen Sie außerdem, dass Sie wirklich zuhören und Interesse an Ihren Gesprächspartnern haben. Damit verändern Sie die Dynamik eines Gesprächs grundlegend.

4. Schritt: Bleiben Sie ruhig, um einen Konflikt zu vermeiden.

In stressigen Situationen sind schnell laute und abfällige Bemerkungen gemacht. Die Stimmung eskaliert und die Fronten verhärten sich.

Verweigern Sie die Eskalation und vermeiden Sie den Konflikt, indem Sie ruhig bleiben! Manchmal hilft es, das Thema zu wechseln oder eine Pause einzulegen. Dadurch ist die Auseinandersetzung nicht beendet, sondern nur unterbrochen – damit Sie und Ihr Gegenüber sich beruhigen können. Atmen Sie durch, statt auszuteilen! Und sprechen Sie weiter, wenn Sie wieder bereit dafür sind.

5. Schritt: Punkten Sie mit überzeugenden Argumenten.

Nachdem Sie wohlwollend zugehört und ruhig nachgefragt haben, kann es natürlich sein, dass Ihr Gegenüber Sie überzeugen konnte. 

Sind Sie aber weiterhin – oder vielleicht sogar noch mehr – davon überzeugt, dass Sie richtigliegen? Jetzt werden Sie ganz sicher passende Argumente gesammelt haben! Überzeugen Sie Ihr Gegenüber damit und erläutern Sie Ihre Argumente. Beantworten Sie dabei geduldig und wohlwollend die Fragen Ihrer Gesprächspartner.

Bedenken Sie:

Wir alle sind durch unsere Erfahrungen und Erziehung geprägt: Was wir glauben, reflektiert unsere Erfahrungen. Wir können also nicht von anderen erwarten, dass Sie ihre Meinung spontan ändern könnten. Wenn wir Veränderungen bewirken wollen, brauchen wir ein wenig Geduld und müssen mit pass-genauen Argumenten überzeugen.