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Beitrag veröffentlicht am 23.04.2020 | Verena Küpperbusch

Einsamkeit

Einsamkeit ist das Gefühl von anderen getrennt oder verlassen zu sein. Dabei kann es durchaus eine Strategie zur Erholung sein, wenn wir mal alleine sein wollen. Oft lassen sich so die eigenen Gedanken leichter sortieren oder es gelingt besser, kreativ zu werden. Entscheidend ist, dass Menschen in dem Fall das Alleinsein ganz gezielt auswählen.

Wenn Menschen aber einsam sind, obwohl sie es selber nicht wollen und diese Einsamkeit länger anhält, wird sie zum Problem.

Einsamkeit wirkt sich auf die Gesundheit aus

Das Gefühl der Einsamkeit gehört zu den Faktoren, die sich auf den Gesundheitszustand auswirken. Der Körper schüttet Stresshormone aus. Auch Blutdruck und Blutzuckerspiegel steigen und das Immunsystem ist geschwächt. Soziale Kontakte hingegen stärken unser Immunsystem. Es gibt sogar Hinweise dafür, dass Einsamkeit mit Depressionen und Angsterkrankungen zu tun hat.

Auch Corona macht einsam

Unter der erzwungenen Einsamkeit durch das Corona-Virus leiden derzeit viele Menschen. Den meisten macht das nach und nach immer stärker zu schaffen. Dabei kommen manchmal sogar lange unterdrückte Sorgen und Probleme an die Oberfläche und belasten Betroffene zusätzlich.

Was können wir gegen die Einsamkeit unternehmen?

Weil die Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus viele gewohnte Wege aus der Einsamkeit abgeschnitten haben, müssen wir kreativ werden. Im persönlichen Umfeld ist es wichtig, aktiv unsere Kontakte weiter zu pflegen. Dazu können wir die Gespräche mit Freunden und Familienangehörigen ins Netz verlegen oder mal wieder zum Telefonhörer greifen. So erreichen wir auch diejenigen, die (noch?) nicht so gut vernetzt sind.

Alle, die in der digitalen Welt unterwegs sind, finden viele Gruppen, in denen sich Menschen begegnen, die sich einsam fühlen. Weil wir alle im gleichen Boot sitzen, finden sich hier viele Gleichgesinnte.

Oder haben Sie Lust, mal wieder einen richtigen Brief zu schreiben? In unserer zunehmend digitalen Welt ist das eine besonders persönliche Art geworden, um im Kontakt zu bleiben.

Bei allem ist es wichtig, dass wir gut aufeinander achten und uns gegenseitig – auch in der Distanz – als verlässliche Gesprächspartner begleiten. Damit lässt es sich leichter aushalten, für eine Zeit lang auf das Treffen mit Händedruck oder Umarmung zu verzichten.

Und wenn das nicht ausreicht…

Wenn alles nicht reicht, um das Gefühl der Einsamkeit loszuwerden, hilft es, sie im positiven Sinn zu akzeptieren – auch wenn Einsamkeit trotzdem belastend und schmerzhaft bleibt: Behandeln Sie sich liebevoll, wie einen guten Freund! Tun Sie sich etwas Gutes, kochen Sie für sich und decken Sie den Tisch. Sie sind es wert – also verwöhnen Sie sich ein wenig.