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Beitrag veröffentlicht am 27.03.2020 | Verena Küpperbusch

Die Corona-Krise

Die derzeitige Corona-Pandemie hinterlässt tiefe Spuren in unserem täglichen Leben. Wer es irgendwie einrichten kann, hat seine Berufstätigkeit auf Homeoffice umgestellt. Auch das Ansehen einiger Berufsgruppen hat sich durch die Krise grundlegend gewandelt. Dazu gehören all die, die uns trotz Risiken mit dem versorgen, was wir dringend zum Leben und Überleben brauchen: die Beschäftigten der Supermärkte, Apotheken, Bäckereien und Drogeriemärkte genauso wie Menschen in Pflegeberufen oder Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern

Ein dickes Dankeschön an euch alle!

Gleichzeitig wird immer offensichtlicher, dass nicht nur gesundheitliche Risiken mit der Pandemie verbunden sind. Die wirtschaftlichen Folgen werden schwerwiegend. So rechnet das Ifo-Institut mit Kosten zwischen 255 bis 729 Milliarden Euro – je nach weiterer Dauer der bestehenden Einschränkungen. Der Rat des Ifo-Instituts ist es daher, neue Wege zu finden, um die Erwerbsarbeit mit dem Eindämmen der Pandemie vereinbar zu machen.

Die Krise überwinden durch Veränderungen

Menschen fällt es dabei schwer, Gewohntes abzulegen und Veränderungen zu gestalten, weil uns Gewohnheiten auch Sicherheit vermitteln. Neues empfinden wir dagegen oft als Risiko – in der Krise umso mehr. Gleichzeitig ist jetzt aber auch völlig klar: alles so beibehalten, wie es immer war, ist unmöglich. Die Krise zwingt uns zu Veränderungen – mindestens vorübergehend.

Flexibel agieren – schwere Zeiten überstehen

In schwierigen Zeiten müssen wir daher in der Lage sein, flexibel zu handeln. Das gilt für Unternehmen und Organisationen genauso wie für jeden Einzelnen von uns. Wer bei Problemen oder in Krisen einfach abwartet, erhöht die Gefahr zu scheitern.

Die Krise aus einem anderen Blickwinkel

Jede Krise kann auch positive Nebeneffekte haben. An vielen Stellen wird bereits auf solche Auswirkungen der aktuellen Situation hingewiesen. Die Raumfahrtbehörde NASA hat eindrucksvolle Satellitenbilder von China veröffentlicht. Darauf erkennt man, wie stark die Luftverschmutzung in Folge der Einschränkungen gegen die Pandemie zurückging. Zum ersten Mal hat ein einzelnes Ereignis so enorme Auswirkungen. Für Europa stellt die ESA ähnliches fest.

In der Krise finden Menschen auch neue Wege zueinander: Von Telefonaten via Videoübertragung bis zu Absprachen über die sozialen Netzwerke. Hier werden viele erfinderisch, um auf die neuen Anforderungen zu reagieren. Und so rücken Menschen zusammen, die sich vorher nicht einmal gekannt haben.

Nachhaltigkeit

Leider halten einige dieser Effekte aber nicht lange an. So zeigt sich in China nach Wiederaufnahme der Produktion bereits ein Anstieg der Luftverschmutzung. Manche Experten befürchten durch die Krise langfristig sogar eher einen Schaden für das Klima: Die Corona-Pandemie könnte die Klima-Krise von der Agenda der Politik verdrängen.

Auch das neue Zusammenwachsen von Menschen, die einander unterstützen, könnte schnell vorbei sein. Einfach abzuwarten bringt also keine nachhaltigen Lösungen. Um positive Effekte auch nach der Krise weiter nutzen zu können, müssen sie aktiv einbezogen werden. Sie müssen ihren festen Platz in den täglichen Routinen finden.

Welche positiven Effekte erleben Sie, die Sie in die Zeit nach der Krise hinüberretten möchten?